Fernwanderung: Oberstdorf - Zugpitze

Tag 3: Landsberger Hütte - Otto-Mayr-Hütte

Klasse Blick aus dem Fenster: Die Sonne scheint von einem stahlblauen Himmel herab. Schnell gibt es Frühstück auf der Landsberger Hütte, die Klamotten sind schon in den Rucksäcken gepackt. Gegen acht Uhr sind die Wanderschuhe geschnürt, es geht los.

 

Erstes Ziel des Tages ist die Schochenspitze (2.068 m), die sich quasi am Wegesrand erhebt. Ein Gipfelkreuz zu Beginn einer Tagestour ist schon ein erhebendes Gefühl. Vor allem, wenn der Blick zurück auf die Landsberger Hütte ein unglaubliches Panorama serviert: Links die 2.274 Meter hohe Leilachspitze, zu Füßen der Hütte Traualpsee und der kleinere See Lache, beide im Naturschutzgebiet Vilsalpsee. Zur anderen Seite reicht die Aussicht weit hinein ins Voralpenland.

 

Der schöne Blick bleibt auf dem Saalfelder Höhenweg trotz immer dichterer Wolken erhalten. An einer kleinen Alpe führt der Kasweg rechts weg und verkürzt den Fußmarsch hinunter zum Haldensee im Tannheimer Tal. Kurz vor dem schönen Gewässer kehrt die Gruppe ein an einem Forellensee.

 

Vom nahen Ort Grän im Tannheimer Tal, das schnell auf einem Waldweg erreicht ist, führt eine Seilbahn hinauf ins Skigebiet Fischener Jöchl (1.818 m): Eine Viertelstunde, um die Füße etwas zu schonen.

 

Die müssen bald wieder herhalten: Der Weg zum Ziel, der Otto-Mayr-Hütte, ist glitschig und steinig, Konzentration ist gefordert. Doch es gibt eine Handvoll nicht zu Bremsender, die auf halber Strecke links abzweigt. Ihr Ziel: der Aussichtsberg Große Schlicke (2.059 m). Das Gipfelkreuz ist für sie ebenso unwiderstehlich wie für den Rest der Gruppe die sonnige Terrasse der Otto-Mayr-Hütte (1.528 m), die unterhalb der Gimpel-Nordwand steht.

 

Ein abwechslungsreicher Tag geht mit dem Abendessen und ein paar Bierchen zu Ende.

 

Fotos: Claus-Georg Petri

Gehzeit ca. 6 Stunden, Aufstieg 400 m, Abstieg 1.250 m, Länge ca. 16,5 km

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